AAAAlllaaaaaf….Kölle

Der Dom, der Rhein, die Höhner – das ist Köln. Ach ja, Schwule, Karneval und Frohnatur an sich kommen auch noch dazu. Ich mag Köln. Mir fällt auf, dass ich schon lange nicht mehr in Köln war, erinnnere mich dunkel an eine Party im Underground mit Rick Ski und Future Rock.
Wir werfen uns also gemeinsam ins Auto und fahren Richtung Köln. Den Kofferraum voller CDs und BoomBap Shirts, den Kopf voller Erinnerungen. Erstmal Scope anrufen – und Haluk und Lifeforce und und und…mal sehen wer von denen heute Abend kommen kann. Profis wie wir sagen ja nicht vorher bescheid.
Im Auto läuft erst Savas, dann die Snowgoons und dann noch Big Pooh – interessante Mischung wie ich finde. Als Fahrtlektüre dienen neben den letzten drei „Spiegel“ die neue Backspin und die aktuelle Juice. Wir diskutieren über Bushido und Sido und irgendwie ist es eine wunderbare HipHop-Kaffeeklatsch-Fahrt. Ich freue mich sehr über Caspers’ letztes Wort in der Juice – er hat sooooooo recht mit dem was er schreibt.
In Köln geht es erst zum Hotel – mit dem Namen „Regina“ – klingt wie die Oldschool-Brause oder ein Stundenhotel. Auch wenn der Name seltsam ist, das Hotel ist okay und reicht vollkommen aus. Wir waren noch nie so „es müssen 5 Sterne sein“ Typen. Mal im Ernst, man kommt an, chillt vielleicht ne Stunde, fährt zur Location, gibt sein Konzert und kommt irgendwann spät nachts ins Hotel um dann morgens im Frühstückszeitfenster wieder aufzustehen. Wofür brauche ich also 5 Sterne?
Wir fahren auf das Gelände der Location. Damn! Genau wie früher – und ich meine ernsthaft – genau wie vor ca. 15 Jahren. Graffiti an der Parkplatzwand – ein wenig Trash in den Ecken – ich find’s großartig. Also, rein, auf die Bühne, G-Shock-Banner an die Wand, Soundcheck und dann erstmal essen.
In der „Limone“ in Ehrenfeld gibt es ganz viel italienisch – also eigentlich ausschließlich, zumindest im weitesten Sinne. Ich ethabliere Vitamalz als Getränk des Abends – erst belächelt, dann allseits genossen. Zu besuch in „unserem“ Restaurant kommen dann noch Diana (eine alte Freundin aus meiner Heimat), Olli (unser Freund und Gastgeber aus Singapur) und Helena (meine Arbeitskollegin und Spasskanone von der Games.com). Ein gelungenes Treffen.
Zurück zur Location. Nox hatte bereits seinen Auftritt und die 121-Crew steht grade auf der Bühne. Man stellt fest, dass heute Abend drei Generationen Rap auf der Bühne stehen. Die 20er, 30er und 40er. Erschreckend und Wunderbar zu gleich. Das Underground ist gut gefüllt und der Vibe ist großartig. Wir steigen auf die Bühne und los geht’s. Als ersten Freestyle-Beat haben wir uns einen Song von Huss und Hodn gepickt. Boom! Die Leute feiern, sie rappen mit, checken die Hooks und alles ist schön. Nach zwei Zugaben haben wir knapp 90 Minuten gespielt und verlassen zufrieden die Bühne.
Am Merch-Stand kaufen die Leute unser Album und wir dürfen das ein oder andere Exemplar signieren. Gespräche hier, Schulterklopfen da – und wieder wissen wir, warum wir das hier alles machen. Ich denke an Gurus Zeilen aus unserem gemeinsamen Song: „…I had a dream that HipHop save the world…“ – für mich persönlich sind wir diesem Traum wieder einen ganz kleinen Schritt näher gekommen.

 

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